Andreas Grieser

Position
Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium 1932–1933
Andreas Grieser (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-2017-0407-503)
Bild: 1932; Bundesarchiv, Bild 183-2017-0407-503
Kurzinformation

Bildquelle: Bundesarchiv

 

Lebenslauf

31.3.1868 geboren in Bliesdalheim (Rheinpfalz)
1888 Abitur, anschließend Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger
1889-1895 Studium der Rechtswissenschaft und der Volkswirtschaft in München
1902-1905 Amtsrichter in München
1905-1909 Staatsanwalt im Bayerischen Staatsministerium für Justiz
1909-1918 Stadtrat in München, Zuständigkeit für Angelegenheiten der sozialen Fürsorge
ab Februar 1918 Rechtskundiger Erster Bürgermeister von Würzburg
20.11.1920 Berufung ins Reichsarbeitsministerium, bis Mai 1921 als Oberregierungsrat, anschließend als Ministerialrat
April 1922 Übernahme der Leitung der Abteilung II (Sozialversicherung), seit Juli 1922 als Ministerialdirektor
15.6.1932 Ernennung zum Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium
4.2.1933 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand auf eigenen Antrag, anschließend Rückzug ins Privatleben
1947-1950 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung
18.10.1955 gestorben in München

 

Quellen und Literatur

Bundesarchiv R 3901/100289 (Personalakte im Reichsarbeitsministerium).

Hans-Joseph Britz: Artikel "Andreas Grieser", in: Koß, Siegfried/Löhr, Wolfgang (Hg.): Biographisches Lexikon des KV, Teil 2, Schernfeld 1993, S. 38-41.

Eckhard Hansen/Christina Kühnemund/Christine Schoenmakers/Florian Tennstedt (Bearb.): Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945, Bd. 2: Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945, Kassel 2018, S. 61f.

Kiran Klaus Patel und Sandrine Kott: Sozialpolitik zwischen Auslandspropaganda und imperialen Ambitionen, in: Alexander Nützenadel (Hg.): Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung – Politik – Verbrechen, Göttingen 2017, S. 317-347.

Volker H. Schmied: Andreas Grieser (1868-1955). Das Leben und Wirken des „Nestors" der deutschen Sozialversicherung, Karstadt 1993.