Dorothea Hirschfeld

Position
Ministerialrätin im Reichsarbeitsministerium 1920/1929–1933
Dorothea Hirschfeld

Lebenslauf

26.2.1877 geboren in Berlin
1904 Mitarbeit in der Zentralstelle bzw. dem Deutschen Verein für Armenpflege und Wohltätigkeit in Berlin, ab 1911 als Geschäftsführerin
1915-1919 nebenamtlich Hilfsarbeiterin im Arbeitsausschuss der Kriegerwitwen- und Waisenfürsorge, später Sozialabteilung der Nationalstiftung
1918 Eintritt in die SPD
1919 Beteiligung an der Gründung der Arbeiterwohlfahrt (AWO)
1919/1920 Berliner Stadtverordnete
Mai 1919 Referentin für die soziale Kriegshinterbliebenenfürsorge im Reichsarbeitsministerium
1920 Beförderung zur Ministerialrätin
1924 Versetzung in die Reichsarbeitsverwaltung
1927 Direktorin in der neu gegründeten Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenfürsorge
1929 erneut Referentin im Reichsarbeitsministerium
April 1933 Versetzung in den Ruhestand aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
1942 Deportation in das Ghetto Theresienstadt
1945 Rückkehr nach Berlin
1945-1948 Referentin in der Hauptverwaltung für Gesundheitswesen in der Sowjetischen Besatzungszone
12.6.1966 gestorben in Berlin (West)

Quellen und Literatur

BArch R 3901/100393 (Personalakte im Reichsarbeitsministerium).

Eckhard Hansen/Christina Kühnemund/Christine Schoenmakers/Florian Tennstedt (Bearb.): Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945, Bd. 2: Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945, Kassel 2018, S. 80f.

Elisabeth Lembeck: Die Partizipation von Frauen an der öffentlichen Verwaltung in der Weimarer Republik 1918-1933, Diss. Hannover 1991, S. 198-210.

Ulrike Schulz: Das Reichsarbeitsministerium 1919–1945. Organisation, Führungspersonal und politische Handlungsspielräume, in: Alexander Nützenadel (Hg.): Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung – Politik – Verbrechen, Göttingen 2017, S. 33-102.

Verein Aktives Museum e.V. (Hg.): Vor die Tür gesetzt. Im Nationalsozialismus verfolgte Berliner Stadtverordnete und Magistratsmitglieder 1933-1945, Berlin 2006, S. 229f.